Tierprozess

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Ein altes Schwein wird im Jahre 1457 wegen Mordes verurteilt und hingerichtet. Seine Frischlinge wurden auch angeklagt, aber freigesprochen.

Ein Tierprozess ist ein löbliches gerichtliches Verfahren, in dem ein Tier einer Straftat beschuldigt und, im Falle eines Schuldspruches, bestraft wird.

Beispiele[Bearbeiten]

  • 1386 wurde in Frankreich ein Schwein zu Tode verurteilt und Aufgehängt, nachdem es ein Menschenkind zu Tode gebissen hatte.[1]
  • 1474 wurde in Basel ein Hahn hingerichtet, nachdem er verurteilt worden war, ein Ei gelegt zu haben.[2][3]
  • 1494 wurde in Clermont, Frankreichs ein Schwein wegen Mordes zu Tode verurteilt.[2]
  • 1582 wurde in Jülich ein Schwein wegen Hostienschändung bestraft.[1]
  • 1750 wurde einem weiblichen Esel vorgeworfen, mit einem Mann Unzucht mit Tieren praktiziert zu haben. Die Eselin wurde freigesprochen.[2]
  • 1864 wurde ein Schwein in Pleternica, Slawonien hingerichtet, nachdem es einem Kind ein Ohr abgebissen hatte.[3]
  • 1916 wurde in Erwin, Tennessee, VSA ein Elefant gehängt, nachdem er einen Knaben getötet hatte.[1]
  • 1991 hat ein Hund in Neu Tschörsi, VSA ein Mädchen gebissen und wurde daraufhin zu Tode verurteilt. Er saß ein paar Jahre lang als Häftling Nummer 914095 in der Todeszelle, bevor er begnadigt wurde. Angeblich war er das letzte in den VSA verurteilte Tier.[1]
  • Von 2000 bis September 2003 wurden in Hessen 456 Hunde hingerichtet.[4]
  • 2015 hat das Verwaltungsgerichts Düsseldorf (Aktenzeichen: 18 L 2369/15) einen Hund zu Tode verurteilt, nachdem er ein Kind gebissen hatte.[5] Die Hinrichtung wurde per Giftspritze durchgeführt.[6]

Belege[Bearbeiten]